20 Jahre Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt: Schulen als starke Partner der Fachkräftesicherung
Sachsen-Anhalt feiert das 20-jährige Bestehen des Berufswahl-SIEGELS. Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung im Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung in Halle würdigten Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne und Bildungsminister Jan Riedel das langjährige Engagement der SIEGEL-Schulen, der Jury sowie der zahlreichen Partnerinnen und Partner aus Schule, Wirtschaft, Arbeitsverwaltung und Sozialpartnerschaft.
Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne: "Das Berufswahl-SIEGEL ist eine Erfolgsgeschichte unseres Landes, die das Engagement für Berufliche Orientierung sichtbar macht. Aus einem Zertifikat ist ein echtes Qualitätsversprechen geworden. Mit dem Berufswahl-SIEGEL ziehen Schulen, Jugendliche und Unternehmen an einem Strang, um den Weg ins Berufsleben zu ebnen und den Fachkräften von morgen eine passende Perspektive in ihrer Heimat zu bieten. Das zeigt: Sachsen-Anhalt kann Zukunft." Sachsen-Anhalt habe früh erkannt, dass Berufliche Orientierung ein zentraler Schlüssel für Zukunftschancen junger Menschen und für die Fachkräftesicherung ist. Bereits seit dem Schuljahr 2006/2007 wird das Berufswahl-SIEGEL in Sachsen-Anhalt vergeben. Damit zählt das Land zu den ältesten SIEGEL-Regionen Deutschlands.
Bis Ende des Schuljahres 2025/2026 tragen insgesamt 74 Schulen in Sachsen-Anhalt das Berufswahl-SIEGEL. Darunter sind 40 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen, 24 Förderschulen, 5 Gesamtschulen und 5 Gymnasien. "Diese Vielfalt zeigt: Gute Berufliche Orientierung ist keine Frage der Schulform. Sie gelingt überall dort, wo Schulen, Unternehmen, Eltern, Berufsberatung und weitere Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Schulen identifizieren sich langfristig mit den Qualitätsstandards. Berufliche Orientierung wird dort nicht als Zusatzaufgabe verstanden, sondern als Teil guter Schulentwicklung: praxisnah, verlässlich und mit klarem Blick auf die Stärken junger Menschen", erklärt Bildungsminister Jan Riedel.
Das Berufswahl-SIEGEL zeichnet Schulen aus, die ihre Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereiten. Es steht für überprüfte Qualität, verbindliche Standards und nachhaltige Schulentwicklung. Ein Erstzertifikat gilt zunächst drei Jahre; nach erfolgreicher Rezertifizierung wird das Zertifikat für weitere sechs Jahre verliehen.
Laut integrierter Ausbildungsberichterstattung münden in Sachsen-Anhalt 42,6 Prozent der jungen Menschen nach der Sekundarstufe I in eine duale oder schulische Berufsausbildung- deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Nach aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit ist die Gesamtzahl der Auszubildenden in Sachsen-Anhalt seit 2021 von 33.039 Auszubildende auf 35.998 gestiegen (Stichtag 30.09.2025). Dies entspricht einem Zuwachs von rund 9 Prozent. Das Wachstum wird insbesondere durch ausländische Auszubildende getragen, deren Anzahl von 2.004 im Jahr 2021 auf 3.898 im Jahr 2025 anstieg - eine Steigerung um rund 95 Prozent. "Ausbildung eröffnet Chancen, schafft Integration und sichert Fachkräfte. Gute Berufliche Orientierung sorgt dafür, dass junge Menschen diese Chancen erkennen und ergreifen können" betonte Ministerin Grimm-Benne. Wer eine Ausbildung erfolgreich abschließe, habe zudem sehr gute Perspektiven: Die Übernahmequote liege bei starken 83 Prozent.
Diese Schulen wurden in diesem Jahr mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet:
Erstzertifizierung
- Norbertusgymnasium Magdeburg
- Förderschule LB "Erich Kästner" Magdeburg
- Förderschule KB Am Sternsee Magdeburg
- Gemeinschaftsschule Eilsleben
1. Rezertifizierung
- Gemeinschaftsschule "Würdetal" Teutschenthal
2. Rezertifizierung
- Sekundarschule "Marie Gerike" Haldensleben
- Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium Haldensleben
- Petri-Sekundarschule Schwanebeck
- Förderschule KB "Marianne Buggenhagen" Ilsenburg
- Regenbogenschule Magdeburg
- Integrierte Gesamtschule "Willy Brandt" Magdeburg
- Domgymnasium Naumburg
3. Rezertifizierung
- Gemeinschaftsschule "Thomas Mann" Magdeburg
Quelle: Pressestelle Sozialministerium Sachsen-Anhalt